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Medizin, Heilkunde oder Heilkunst ist die Lehre von der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten des Körpers oder auch des Geistes bei Mensch oder Tier. Als Krankheiten gelten in der Medizin Störungen der normalen Körperfunktion.

Medizin in der heutigen Gesellschaft

MedizinBereits aus prähistorischer Zeit sind medizinische Behandlungen mit Pflanzen oder Mineralien bekannt. Einige Verfahren hatten dabei rein rituellen Charakter, während andere Pflanzen tatsächlich über Heilwirkung verfügen und noch heute in der Kräuterheilkunde verwendet werden. Aus der Antike sind viele medizinische Aufzeichnungen erhalten.

Bei der medizinischen Untersuchung werden die Krankheitssymptome analysiert, um eine Diagnose zu erstellen. Zunächst erfolgt dazu ein Patienteninterview, das Symptome und Vorgeschichte abklärt, danach die körperliche Untersuchung. Dabei werden oft auch technische Untersuchungsverfahren herangezogen, wie Röntgenaufnahmen, Laboranalysen, Elektrokardiogramm, Magen-, Darm- oder Blasenspiegelung, und weitere. Anhand der Informationen erstellt der Mediziner eine Diagnose und wählt anschließend die geeignete Behandlung. Zur Heilung kann der Mediziner geeignete Medikamente verabreichen, Operationen durchführen oder Therapien verordnen.

Ziele der medizinischen Behandlungen sind Vorbeugung von Erkrankungen, Heilung von behandelbaren Krankheiten, die Linderung von Symptomen, insbesondere Schmerzen, bei unheilbaren Krankheiten und die Nachsorge.

In Deutschland sind Humanmedizin und Veterinärmedizin akademische Studiengänge, die befähigen, als Arzt zu praktizieren. Wer sich als Arzt niederlassen will, muss sich nach dem Studium in einem von 32 Fachgebieten spezialisieren. Außerdem kann man sich in Zusatzgebieten als Arzt weiterbilden und qualifizieren. Neben Ärzten führen andere Berufsgruppen, die sogenannten Heilberufe, medizinische Behandlungen durch. Neben medizinischem Fachwissen brauchen Menschen in Heilberufen ein gutes Einfühlungsvermögen, Selbstsicherheit und Menschenkenntnis, denn der persönliche Kontakt zwischen Patient und der behandelnden Fachkraft kann den Erfolg der Therapie entscheidend beeinflussen. Nicht zuletzt entscheidet das Vertrauen des Patienten in den Mediziner, ob den Behandlungsanweisungen gewissenhaft gefolgt wird. Wichtiges Grundlagenwissen für die Medizin liefern die Naturwissenschaften, wie Physik, Biologie, Chemie und Biochemie.

In der medizinischen Forschung werden Krankheiten, Krankheitserreger sowie mögliche Therapien erforscht und Medikamente sowie technische Verfahren für Diagnose und Therapie entwickelt.

Wer kann Medizin studieren?

Medizin ist in Deutschland ein Studiengang, der Theorie und praktische Anleitung umfasst. Da sich jedes Jahr mehr Schulabgänger mit Hochschulreife für einen Medizin-Studienplatz bewerben als an den 36 Medizin-Fakultäten an deutschen Hochschulen zur Verfügung stehen, ist der Studiengang mit einem Numerus Clausus versehen. Die Regelstudienzeit im Studiengang Medizin beträgt zwölf Semester und drei Monate. Das Studium ist in den vorklinischen und den klinischen Teil geteilt und an jeden Teil schließt sich einer von zwei Abschnitten der ärztlichen Prüfung an. Die Inhalte des Medizin-Studiums und der ärztlichen Prüfung werden in Deutschland durch die Approbationsordnung festgelegt.

Medizin studierenIm vorklinischen Abschnitt des Studiums wird das grundlegende Wissen über den menschlichen Körper sowie Natur- und Sozialwissenschaften in Theorie und Praktika vermittelt. Hat man die erforderliche Anzahl von Veranstaltungen erfolgreich absolviert, kann der erste Abschnitt der ärztlichen Prüfung abgelegt werden. Ab jetzt können auch die notwendigen Praktika der Famulatur geleistet werden. Sie müssen insgesamt vier Monate ausmachen und vor dem Praktischen Jahr beendet sein.

Im klinischen Studienabschnitt folgt die Lehre über Krankheit, Diagnose und Heilung. Anschließend wird der zweite Abschnitt der ärztlichen Prüfung abgelegt. Dabei bestehen beide Prüfungsabschnitte aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Anteilen.
Das letzte Jahr des Medizin-Studiums ist das praktische Jahr, in dem das erworbene Wissen angewendet und vertieft wird. Das Jahr gliedert sich in drei Abschnitte von 16 Wochen Praktika, die in den Bereichen Chirurgie, innere Medizin und einem weiteren, klinischpraktischen Fachgebiet abgeleistet werden. Mit der erfolgreichen ärztlichen Prüfung ist das Medizin-Studium beendet und man kann nach Erhalt der Approbation als Arzt praktizieren.

Wer sich als Arzt selbstständig machen will, muss im Anschluss an das Medizin-Studium die Facharztausbildung in einem von 32 Fachbereichen absolvieren. Außerdem besteht für Mediziner die Möglichkeit, den Doktortitel zu erwerben. Im Gegensatz zur oft mindestens dreijährigen Promotion in anderen Fächern kann die medizinische Promotion in einigen Monaten oder parallel zu Arbeit oder Studium geleistet werden.