Medizinische Fachangestellte im Dienst
Die moderne Medizin kommt ohne den Beruf des Medizinischen Fachangestellten nicht mehr aus.
Vom Beginn der Ausbildung an bietet dieser Beruf die Möglichkeit der Abwechslung und Eigenverantwortung. Medizinische Fachangestellte sind Arzt und Patient quasi zwischengeschaltet.
Die Ausbildung zum Medzinischen Fachangestellten umfasst eine Dauer von drei Jahren und geschieht in einem dualen System: Einerseits wird die Theorie in der Berufsschule gelehrt (ein bis zwei Tage pro Woche), andererseits erfolgt die praktische Ausbildung in Arztpraxen und sonstigen medizinischen Einrichtungen. Es gibt eine eigene Ausbildungsverordnung für diesen Berufszweig. Zum Inhalt der Ausbildung gehören: Patientenbetreuung und -beratung, Gesundheitsschutz und Praxishygiene, Assistenz bei der ärztlichen Diagnostik und Therapie, Umgang mit Arzneimitteln, Betriebsorganisation sowie Verwaltung und Schriftverkehr.
Im ersten Ausbildungsjahr verdient man monatlich 531 Euro, im zweiten 572 Euro, im dritten 616 Euro und als ausgebildeter MFA zwischen 1300 und 2200 Euro (alle Angaben brutto).
Der Beruf des Arzthelfers enstand in den fünfziger Jahren. Ärzte brauchten Unterstützung im Gebiet Medizin als auch Verwaltung. Bis dahin setzte man in den Praxen Krankenschwestern, medizinisch-technische Assistenten und Sekretärinnen ein. Erst nach und nach entwickelte man eine Ausbildungskonzept für den Beruf des MFA.
Voll eingebunden in den Praxisverband managen Medizinische Fachangestellte ein Bündel diverser Aufgaben. Die eine Hälfte davon ist in etwa medizinisch, die andere Hälfte fällt in den Verwaltungsbereich, zum Beispiel Schriftverkehr. Entsprechend Ausgebildete helfen bei Untersuchungen, Behandlungen, chirurgischen Eingriffen und bei Notfällen. Weiters beraten sie Patienten bei der Vor- und Nachsorge, sie sind verantwortlich für Hygienemaßnahmen, Laborarbeiten, führen Blutabnahmen und Injektionen durch und kontrollieren Terminplanungen. Auch die Dokumentation von Behandlungsabläufen und die Abrechnung fallen in ihr Aufgabengebiet. Dabei ist es wichtig, dass sich die ausgebildeten MFA gewissenhaft anstellen und auf die Datenschutzregelungen achten.
Durch ihre vielseitigen Aufgaben sind sie das Aushängeschild einer Arztpraxis oder einer sonstigen medizinischen Einrichtung. Sie sind die ersten Ansprechpartner für die Patienten und wichtig für den Kontakt mit zusammenarbeitenden Therapeuten oder Beratungsstellen. Aufgrund ihrer Aufgaben und ihrer Bedeutung ist es daher erforderlich, dass Medizinische Fachangestellte belastbar sind, über ein schnelles Reaktionsvermögen verfügen sowie verschwiegen und gewissenhaft arbeiten.
MFA haben die Möglichkeit, sich etwa im Bereich Ambulantes Operieren, Onkologie, Palliativmedizin oder Ernährungsberatung weiterzubilden. Es gibt weiterführende Ausbildungen wie die zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung oder zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen, die den Weg zu leitenden Positionen ebnen können.