Medizintechnik heute

Die Medizintechnik wird in verschiedene Bereiche unterteilt. Hierzu zählen die Krankenhaustechnik, die medizinischen Geräte (diese werden auch als Medizinprodukte bezeichnet), die bildgebende Diagnostik und das Tissue Engineering.

Zum Bereich Krankenhaustechnik zählen beispielsweise die Krankenbetten, die mittels elektronischer Steuerung höhenverstellbar sind. Auch die Inkubatoren für Frühchen zählen in diesen Unterbereich der Medizintechnik. Auch Roboter, die den Ärzten bei Operationen assistieren, zählen in diesen Produktbereich. Die Monitore, auf denen die Körperfunktionen des Patienten während der OP und der Aufwachphase überwacht werden, werden ebenfalls zur Krankenhaustechnik gezählt.

Zu den medizinischen Geräten zählen beispielsweise Dialysemaschinen, künstliche Organe, Sehhilfen, Hörgeräte, Cochleaimplantate, Herzschrittmacher, die Herz-Lungen-Maschinen, Infusionspumpen, Prothesen aller Art, verschiedene Zahnimplantate, EEG- und EKG-Geräte.

Zur Medizintechnik gehört auch die bildgebende Diagnostik. Diese wurde im Jahr 1896 durch die Entdeckung der X-Strahlen durch Konrad Röntgen ins Leben gerufen. Bildgebende Verfahren werden entweder mit oder ohne ionisierende Strahlen durchgeführt. Sie können sowohl in Krankenhäusern als auch in spezialisierten Arztpraxen zum Einsatz kommen. Röntgengeräte sind mittlerweile in fast jeder Arztpraxis vorhanden, während Computertomografien und MRT-Untersuchungen nur in spezialisierten Arztpraxen oder Krankenhäusern durchgeführt werden können. Hierfür wird auch speziell ausgebildetes Ärztepersonal sowie MTAs benötigt, die sich in der Steuerung der Computer- und Magnetresonanztomografen auskennen.

Zu den bildgebenden Verfahren ohne ionisierende Strahlung gehören die Sonografie (Ultraschalluntersuchung) sowie die Magnetresonanztomografie (MRT), die umgangssprachlich auch als Kernspintomografie bezeichnet wird.
Bildgebende Verfahren mit ionisierender Strahlung sind das Röntgen inklusive der Mammografie und der Angiografie sowie die ebenfalls mit Röntgenstrahlen durchgeführte Computertomografie. Im Bereich der Nuklearmedizin werden die Szintigrafie und die Positronen-Emissions-Tomografie mit ionisierenden Strahlen durchgeführt.

Sowohl die Untersuchung mit als auch ohne ionisierende Strahlung kann mithilfe einer Kontrastmittelgabe noch differenzierter gestaltet werden, da hier durch die Reflexion der Strahlen eine bessere Wiedergabe der Organ- und Knochenstrukturen möglich ist. So können kleinste Tumorzellen oder Veränderungen sichtbar gemacht werden.

Im Bereich Tissue Engineering werden Organe für die Patienten hergestellt, die unbedingt eine Organtransplantation benötigen und die Wartezeit überbrücken müssen.

Da die Medizintechnik auch tagtäglich gewartet und instand gesetzt werden muss, wird dafür speziell ausgebildetes Personal benötigt. Dieses wird von den Herstellerfirmen der Geräte zur Wartung in den einzelnen Praxen geschickt, aber auch das Personal vor Ort sollte sich mit den verschiedenen Problemen auskennen, um selbst für einen weiteren reibungslosen Untersuchungsablauf sorgen zu können.